Die Mitglieder des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF) bestätigten gestern Heiner Manten in seiner Funktion als Vorsitzenden. Der Miteigentümer und Geschäftsführer der Firma Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG, wurde einstimmig bestätigt. Er tritt seine zweite Amtsperiode an der Spitze des Verbandes an.
„Ich freue mich, mit einem Vorstand weiterarbeiten zu können, in dem Fachkompetenz für alle Bereiche unserer Branche vertreten ist und in dem jeder einzelne Kollege für die gesamte Branche denkt. Das habe ich in den vergangenen drei Jahren schätzen gelernt“ kommentiert er die Wahl. „Die Branche muss nie dagewesene Herausforderungen meistern und dafür braucht es einen starken gemeinsamen Antritt im Verband“, so Heiner Manten weiter. Er gehört dem VDF-Vorstand seit 2004 an. Neben seinen langjährigen Erfahrungen in der Verbandsarbeit bringt er aus seinem mittelständischen Familienunternehmen mit einem Schweine- und einem Rinderschlachtbetrieb außerdem praktische Kenntnisse aus fast allen Bereichen der Fleischwirtschaft mit.
Weiter im Vorstand
Verabschiedet wurde Bernd Stange vom Unternehmen Vion, der seit zwölf Jahren aktiv im Vorstand mitgewirkt hatte und nun in den Ruhestand geht. Neu in den Vorstand gewählt wurde David de Camp, COO Beef von Vion. Zudem gab die Mitgliederversammlung ihr eindeutiges Votum für eine weitere Amtszeit der Herren Wolfgang Härtl (Unifleisch, Erlangen), Andreas Rode (Danish Crown, Essen) und Matthias Rudolph (Peter Mattfeld & Sohn GmbH, Hamburg).
Im Profil: Im VDF e.V. sind Schlacht-, Zerlege- und Fleischhandelsbetriebe vertreten, in denen zusammen über 90 % des deutschen Rind- und Schweinefleisches erzeugt wird und die fast den gesamten deutschen Außenhandel mit Fleisch tätigen. „Der deutsche Außenhandel mit Fleisch und Fleischwaren stand 2021 im Zeichen der Afrikanischen Schweinepest (ASP), weshalb viele Drittländer Einfuhrsperren für deutsches Schweinefleisch aufrechterhalten haben“, vermeldet der Verband auf seiner Website. Der Export damit sei weiter rückläufig, was auch für das 1. Halbjahr 2022 gelte. „Der Anteil der Fleischersatzprodukte bleibt mit 2,2 % bezogen auf die nachgefragten Mengen an Fleisch, Wurst und Geflügel eher gering“, heißt es weiter, Das Wachstum in diesem Segment sank laut AMI 2021 auf 34 % (2020: 60 %).